Kleine, zarte Tanne im Wald

Landschaftsfoto / Naturfoto junge Tanne

Willkommen im Wald.

Hier steht also so ein Samenkörnchen, was vielleicht ein Vogel verlor, als er nach fetten Insekten im weichen modrigen Holz wühlte.

Vielleicht hat es auch der Wind hier her getragen oder hing in den Borsten einer Wildsau.

Alles hat hier seine eigene Ordnung. Seine Zeit und seinen Raum.

Wir können uns noch so sehr bemühen, schaffen werden wir es niemals, das hier zu imitieren, nachzubauen oder gar zu unseren Gunsten zu verändern. Die Regeln im Wald sind unumstößlich. Umso schlimmer das, was wir diesem Stück heile Erde antun, wenn wir zulassen, dass alte Wälder für modernes Leben weichen müssen.

Diese kleine Tanne könnte zu einer stattlichen Majestät heran wachsen. Könnte Lebensraum und Futterquellle werden. Kann Schatten spenden. Kann uns mit ihrem Duft betören. Dieses kleine Bäumchen könnte die Hoffnung für so vielerlei sein.

Tja…und dann? Kommt die Realität & es liegt an jedem einzelnen von uns, dass dieses Körnchen, was zum Bäumchen wird, irgendwann selbst Früchte trägt.

Die Tatsache, dass wir den Wald brauchen, der Wald aber uns nicht, sollte uns klar sein, wenn wir uns darin bewegen. Achtsamkeit, Ehrfurcht, Mitgefühl. Attribute, die nicht nur von Mensch zu Mensch gelten sollten.

Wünschen wir der Tanne Glück!

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