Toter Baumstamm im Gegenlicht

zerfallener Baum im Gegenlicht

Leben lassen und Leben lassen – je nach Blickwinkel anders bedeutend.

Vergänglich in einem Bild.

Es müssen sehr viele Monde vergangen sein, die dieser Stamm schon hier liegt. Die Oberfläche ist stark verrottet. Abertausende Furchen zeichnen die Struktur, formen die Unterlage, die von der Feuchte des Waldes durchtränkt ist. Zersetzung liegt in der Luft, es riecht nach modrigem Waldboden, nach Pilzen und nach Holz.

Die Natur gab und nun nimmt sie sich zurück, was ihr gehört.

Alles ist geliehen, hier in mitten der Natur. Was der Baum einst aufnahm als er noch vor Kraft strotzte, übergibt er nun den Käferlarven, den Ameisen und allerlei Getier. Die Larven wiederum nähren Frau Specht im Baum nebenan & Herr Spitzmaus sowie Familie Igel. Der Baum hat seinen Genossen Platz gemacht. Plötzlich kommt Licht in den dichten Bewuchs. Licht, was von allen Pflanzen aufgesaugt wird wie ein Schwamm.

In ein paar Monden wird von dem Baum nur noch satter, weicher Waldboden übrig sein und nichts wird mehr an seine Vergänglichkeit erinnern, wäre da nicht der kleine Samen, den dann dort ein Vogel fallen lassen wird, während er nach den letzten Engerlingen sucht – der auf der vor Nahrung protzenden Erde Wurzeln schlagen wird und dort, wo einst der tote Baum lag, ein neues Pflänzchen entstehen lässt.

🌞Immer wieder schön, der ewige Kreislauf des Lebens🌛

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