Das verlassene Haus

Verwilderter Hauseingang verlassenes Haus

Damals, als hier noch die grau-weiße Tigerkatze und Haus schlich, verdeckten überdimensionierte Pflanzkübel den Eingang.

Der Weg war geräumt von einem dschungenähnlichen Labyrinth. Der ausladende Orleander stand in voller Blüte und viele kleine Kräutersträuße teilten sich den Platz mit einer bunten Mischung als vielerlei Blühpflanzen.

Schmetterlinge tanzten in der Sonne und wenn es Abend wurde und hier kleine Laternen in die Nacht hinaus leuchteten, Gingen Fledermäuse auf Jagd nach den Faltern der Nacht. Hier war also immer leben. Gelegentlich zogen Nachbars Kinder durch den Garten. Fingen Heuschrecken und anderes Getier. Freuten sich über eine Hand voll bunter Kaubonbons, die so wundervoll nach Himbeer und Zitrone dufteten. Regelmäßig lag die Tageszeitung an dem Hintereingang. Alle 4 Wochen lag darauf eine Postkarte. Aus aller Herren Länder.

Es wurde langsam still und stiller. Eines Tages verschwand die Katze, die sich morgens ihr Scheibchen Leberwurst am Fenster abgeholt hatte.

Dann blieb die Post aus. Und dann, viele Jahre später verschwand die alte Dame. Mit ihr verschwand auch das Leben. Der Orleander. Der Lavendel. Die Schmetterlinge und die nächtlichen Laternen. Nur die Heuschrecken, die springen noch immer und wer weiß? Vielleicht schleicht irgendwann hier wieder eine Tigerkatze durch den Garten?

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