Fotoreise Bretagne 2021

Landschaftsfoto Ponte Milliere, Bretagne

Im Juli und August 2021 war ich auf einer dreiwöchigen Fototour mit meinem „Flatmobil“ in der Bretagne unterwegs.

Im Fotogepäck hatte ich eine Vollformatkamera, eine APS-C-Kamera und meine Lieblingslinsen (16-35mm und 70-200mm & 16-70mm und 12mm) und natürlich einen Rucksack voll mit Rechteckfiltern / Graufiltern, Akkus, Stativ etc.

Die Bretagne, der westlichste Teil Frankreichs, ist ein wahres Eldorado für Landschaftsfotografen, Straßenfotografen und Sachenangucker, wie ich einer bin.

Die schönsten Fotos meiner Tour in die und durch die Bretagne findest Du hier in schwarz-weiß und in Farbe.

Neben einer schroffen, felsigen Küstenlandschaft finden sich in der Bretagne eine allerorten üppige Natur, malerische Ortschaften, unzählige „Lost Places“ und der wechselhafte Atlantik ist stets irgendwo um die Ecke.

Mein Reiseweg – 5 Tage hin…

Meine Reise startete in Hofheim a.Ts. und führte über Metz, durch Lothringen, die Champagne, das Loiretal und Orleans zunächst in den Süden von „Kleinbrittanien“.

In den 3 Wochen meiner Reise habe ich natürlich in meinem Flatmobil gewohnt, was mir die größtmögliche Freiheit für Ortswechel bietet.

Flatfields Flatmobil"
Flatfields Flatmobil“

Mein Flatmobil ist ausgestattet mit einem großen, gemütlichen Bett und allem, was ich benötige, um mich unterwegs zu versorgen – besonders mit Kaffee am Morgen.

Das Flatmobil ermöglicht es mir vor allem, überall dort anzuhalten und zu bleiben, wo es mir gefällt und wo ich spannende Fotomotive erwarte….

Carnac: Endlich Galette, Cidre, Menhire & einen kleinen Mont St. Michel

Meine erste Station in der Bretagne ist die südlich gelegene Stadt „Carnac“.

Sie ist u.a. bekannt für die rund 3000 Menhire, welche die Kelten vor tausenden von Jahren dort aufgestellt haben.

Wie genau und warum ist noch immer nicht abschließend geklärt – das tut aber dem optischen Eindruck, den sie hinterlassen, keinen Abbruch…

Nach der tagelangen Fahrt habe ich aber erst einmal Hunger und deshalb stürze ich mich geradezu auf die ersten Galette, die ich mir in Carnac schnappen kann.

Galette habe ich vor einigen Jahren schon in Bordeaux kennen gelernt und mich sofort in sie verliebt.

Galette sind quasi das Nationalgericht der Bretonen. Es handelt sich dabei um eine Crepe aus Buchweizenteig, was sie recht herzhaft schmecken lässt… Für mich, gefüllt mit Käse, Ei und dünnen Kartoffelscheiben genau das Richtige.

Dazu eine Tasse – ja Tasse ! Cidre und weiter geht es, einen Schlafplatz für die Nacht suchen.

Mit Hilfe der App „Park4Night“ bin ich am Plage „St. Anne“, unweit von Carnac fündig geworden, wo mich ein schöner Strand für die Nacht erwartet.

Zuvor aber mache ich noch einen kleinen Abstecher zum „Mont St. Michel (de Carnac) – denn jeder sollte seinen „Mont St. Michel“ haben…

Locronan – eine lebende Filmkulisse

Unweit von Carnac liegt das Dorf Locronan. Das malerische Dorf mit seinem mittelalterlichen Kern stand schon oft als Filmkulisse zur Verfügung und zählt zu den schönsten Orten Frankreichs.

Für Fotografen wie mich, bietet der Ort unzählige Möglichkeiten zum Anhalten, Innehalten und Fotografieren.

An den vielen kleinen Kunsthandwerksläden muss man halt die Kreditkarte am besten vorher zerschneiden – es ist alles sehr verführerisch einladend zum Geldausgeben….

Von kleinen Verführungen abgesehen, konnte ich mich aber zurückhalten mit dem Creditcardburning – ok das selbstgebackene Früchtebrot musste einfach sein.

Locronan ist ein Ort zum Verlieben – in vielerlei Hinsicht, aber besonders angetan hat es mir die alte Kapelle „Notre Dame de Bonne Nouvelle“, die bereits aus dem 15. Jhd. stammt und den Eindruck entstehen lässt, die Zeit sei hier einfach angehalten worden.

Die Küstenwanderwege und reizvolle Buchten

Ich bin ein Mäandertaler, wie er im Buche steht.

Ich liebe es, mich nach Lust und Laune unterwegs treiben zu lassen und meine Nase gerade dorthin zu stecken, es mir interessant erscheint.

So tuckerte ich also stets mit dem Flatmobil kreuz und quer durch die Bretagne und brauchte manchmal für ein so genanntes Ziel 4 oder 5 Tage, auch wenn es nur rund 50 km entfernt lag.

Einer der schönsten Orte fand ich eines Abends am Strand von Lavendry, wo eine der malerichsten Strandbuchten verborgen liegt, die ich je gesehen habe.

Hier müssen all die Piratengeschichten mit versteckten Schätzen in Höhlen entstanden sein – es kann nicht anders sein…

Nach einigem Mäandern von Süd nach Mitte und nach Westen (u.s.w.) nahm ich mir also irgendwann die viel gerühmten Küstenwanderwege der Bretagne vor.

Egal, was Du bisher darüber gehört oder gelesen hast: Nichts kann die Schönheit dieser Wege auch nur annähernd beschreiben (ok – meine Fotos vielleicht ein bisschen 🙂 ).

Ich kann nur all jene bedauern, die einen solchen Punkt mit dem Auto ansteuern, kurz in die Ferne schauen, ein Eis essen und wieder nach Hause fahren.

Hier muss man einfach wandern und sich von der Fülle der Eindrücke geradezu überschütten lassen.

Pointe Milliere

Mein Lieblings-Küstenweg ist der am Pointe Milliere. Zwar ist der viel bekanntere Weg am Pointe du Raz ebenfalls sehr interessant, aber mir hat die schroffe und bunte Landschaft mit den lebhafteren Buchten des Pointe Milliere wesentlich besser gefallen.

Hafenstadt Douarnenez

Zuvor machte ich noch in der liebenswerten Hafenstadt Douarnenez halt, wo nicht nur ein Schiff offensichtlich die entscheidende Flut zum Auslaufen verpasst hat, sondern es auch eindeutig die weltbeste Pizza gibt.

Douarnenez hat vor allem mein Herz als Straßenfotograf höher schlagen lassen; es ist eine liebenswerte und lebhafte Kleinstadt mit einem sehr ursprünglichen Charme, Bars und kleinen Läden.

Die Rosa Küste

Zu den Dingen, die man auf jeden Fall in der Bretagne gesehen haben muss, zählt die „Rosa Küste“.

Aufgrund des hohen Hematitgehaltes im Granit, sind die Felsen dort „rosa“.

Der zentrale Ausgangspunkt für die „Rosa Küste“ ist die Stadt Ploumanach.

Der Wald von Huelgoat

Zu den Orten, die man in der Bretagne auf jeden Fall besucht haben muss, gehört der Wald von Huelgoat.

Man sieht hier förmlich die Wildschweinohren hinter den Büschen, die sich vor Asterix & Obelix verstecken…..

Noch mehr Naturschönheiten aus dem Wald von Huelgoat findest Du in der Onlinegalerie.

Der Mont St. Michel – hier endet die Bretagne (und meine Heimreise beginnt)

Was soll man über den Mont St. Michel schon sagen, außer, dass man ihn unbedingt gesehen haben muss.

Intuitiv richtig parkte ich erst am späten Nachmittag auf einem der unzähligen Parkplätze rund um den Mont St. Michel, der eigentlich schon in der Normandie liegt und sicherte mir meinen Nachtplatz.

Während scheinbar alle anderen schon wieder auf dem Weg zurück vom St. Michel sind und mir also tausende von Menschen entgegen kommen, freue ich mich schon auf die einigermaßen menschengeleerte Festung und Stadt.

An diesem Abend erlebe ich einen der eindrucksvollsten Sonnenuntergänge meines kurzen Daseins auf Erden und die schnellste hereinfließende Flut in ganz Europa.

Der so genannte Tidenhub beträgt hier ganze 15 Meter und das Watt, auf dem ich gerade noch gewandert bin, füllt sich mit in Strömen heranrauschenden Atlantikwasser.

Ein beeindruckendes Naturschauspiel…

Gegen Mitternacht falle ich todmüde und überglücklich ins Flatmobil, um in den folgenden zwei Tagen über die Normandie und die Champagne nach Hause zu fahren …

Besuchte Orte auf meiner Reise:

  • Redon
  • La Gacilly
  • Carnac
  • Vannes
  • Locronan
  • Quimber
  • Douarnenez
  • Point Milliere
  • Point du Raz
  • Lavendry
  • Sizun
  • Huelgoat (den Wald muss man erlebt haben)
  • Brest (kann man sich sparen – noch hässlicher als Arecife auf Lanzarote)
  • Ploumanach
  • St. Malo
  • St. Michel
  • … und viele ungenannte, schöne Orte

Noch viel mehr Bretagnefotos findest Du in meiner Galerie

Ein ganzes Leben würde nicht ausreichen, um die vielen interessanten Eindrücke, die die Bretagne zu bieten hat, zu beschreiben. Vielleicht mache ich eines Tages einen Bildband daraus…

Da ich aber viel besser mit der Kamera umgehen kann, als mit Worten, habe ich meine schönsten Eindrücke zur Bretagne auf meiner Onlinegalerie hinterlassen…

Folge mir weiter auf meiner Tour in die und durch die Bretagne in schwarz-weiß und in Farbe.

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