Fotoreise Bretagne 2021

Sonnenuntergang in der Bretagne

In diesem Beitrag findest Du meine ganz persönlichen Impressionen des westlichsten Teils Frankreichs.

Die Fotos zu diesem Beitrag entstanden während meiner rund dreiwöchigen Tour, im Sommer 2021, mit dem Van (dem Flatmobil) durch die Bretagne.

Flatfields Flatmobil"
Flatfields Flatmobil“ – irgendwo in der Champagne

Achtung: Kein Reiseführer „Bretagne“


Dieser Beitrag ist kein Reiseführer, sondern er zeigt eine Auswahl meiner Fotografien, die Dir auch als Anregungen für Deinen Besuch in der Bretagne dienen können.

Du kannst Dich aber auch einfach so in den Fotos verlieren und meine Reise nachspüren.

Wie die Fotos dieser Reise entstanden sind

Als echter „Mäandertaler“ plane ich meine Reisen nur grob und lasse mich ansonsten gerne davon treiben, was ich gerade als interessant empfinde.

Schon aus diesem Grund ist eine Reihenfolge der Fotos nach „Zeit“ oder „Reiseroute“ wenig hilfreich.

Dieser Beitrag spiegelt meine Eigenart, mich treiben zu lassen wider und ich lade Dich ein, Dich ebenfalls durch die Schönheiten und Besonderheiten der Bretagne treiben zu lassen.

Mein Foto-Equipment

Das Equipment meiner Fotoreise bestand aus meiner Vollformatkamera mit den Objektiven „16-35 mm“, „70-200 mm“, einem „Makroobjektiv 90 mm“, einer APS-C-Kamera (besonders für die Straßenfotografie) mit einem 16-70 mm und einem 12 mm Objektiv.

In meinem rund 8 kg schweren Fotorucksack für die Landschaftsfotos fanden zudem eine Menge an Grau- und Grauverlaufsviltern sowie ein Stativ Platz.

Für die Straßenfotos verwendete ich in der Regel eine Schultertasche.

Durch meine Reise im Van und dem Vorsatz, so oft wie möglich frei zu stehen (also nicht auf Campingplätzen oder ähnlichem), fand ich mich normalerweise immer an Plätzen wieder, die „direkt am Motiv“ lagen.

Gemäß meinem Credo: 

„Es geht nicht darum, schöne Dinge zu fotografieren, sondern Dinge schön zu fotografieren“

findest Du in diesem Beitrag – bis auf wenige Ausnahmen – keine typischen Postkartenmotive.

Stattdessen zeige ich Dir die Bretagne so, wie sie ein echter Mäandertaler sieht, der sich mal hierhin und mal dorthin treiben lässt und weniger den Reiseführern als vielmehr seiner eigenen Nase folgt.

Navieinstellung: Kürzester Weg, Mautstraßen und Autobahnen vermeiden

Wenn ich mit dem Flatmobil reise mache ich es immer so: Ich suche mir ein Ziel aus, und sage dem Navi, dass es den kürzesten Weg wählen und Autobahnen, Mautstraßen und Fähren meiden soll.

Das führt dazu, dass ich durch Ortschaften komme, die sich nicht unbedingt in Reiseführern finden lassen und Dinge sehe, die es nicht zwangsläufig auf Postkarten schaffen.

Dafür erlebe ich das wahre, echte Leben der Region, in der ich mich befinde.

Statt mir von der Suchmaschine das „beste Lokal der Stadt“ anzeigen zu lassen, gehe ich das Wagnis ein, in einem einfachen, ungeschmückten Lokal zu speisen und erlebe nicht selten „wie es wirklich schmecken sollte“ – und es ist meist lecker.

Dieses Reisen voller Überraschungen hat natürlich seinen Preis: Oftmals brauche ich für kurze Strecken, die ich normalerweise in weniger als einem Tag zurücklegen könnte, mehrere Tage, weil doch immer wieder eine neue, interessante, sehens- und fotorafierenswürdige Überraschung auf mich wartet.


Die Küstenwege der Bretagne

Die Bretagne ist nicht zuletzt durch ihre schroff-malerischen Küsten so beliebt.

In kaum einer anderen Region Westeuropas findet man eine derart ursprüngliche, abwechslungsreiche und raue Landschaft,wie entlang der felsigen Küsten der Bretagne.

Die meisten dieser Fotos entstanden auf mehrstündigen Wanderungen entlang populärer und weniger bekannten Küstenwegen.

Der Küstenweg am Pointe Milliere

Der Pointe du Millier ist ein felsiges Kap an der Nordküste des  Cap Sizun.

Dessen Landspitze gehört zur Gemeinde Beuzec-Cap-Sizun im Departement Finestre und liegt an der Einfahrt zur Bucht vor Douarnenez.

Auf dem Pointe du Miller steht der Leuchtturm „Phare du Millier“.

Für mich ist der Küstenweg entlang des Pointe Milliere der schönste, den ich auf meiner Tour durch die Bretagne besucht habe.

Hier wechseln sich schroffe Felslandschaften, wildes Meeresrauschen und eine vielfältige und malerische Vegetation ab, wie kaum anderswo.


Der Küstenweg am Pont du Raz

Der Point du Raz bietet vielerlei Rundwanderwege und ist ein Paradies für Menschen zu Fuß und auf dem Rad.

Hohe, von Wellen und Wind gezeichnete Felsenwände sind die bekanntesten Naturschönheiten der bretonischen Küste und des Point du Raz.

Die nördliche Küste, die sich vom Pointe du Van zum Pointe du Millier erstreckt bietet eine atemberaubende Kulisse.

Das ist wohl die Blaupause dessen, was man sich unter einer bretonischen Küstenlandschaft vorstellt.

Die Entstehung dieser faszinierenden Landschaft reicht bis zur Eiszeit zurück.

Viele Seevögel finden hier ihre Heimat.

Ein Teil des Gebietes gehört zum Reservat Cap Sizun, welches die Siedlungsweisen der Vögel bewahrt.

Sehr malerisch liegt einer der wohl bekanntesten Leuchttürme der Bretagne auf der schmalen Landzunge des Point du Raz.


Was ich an der Bretagne besonders schätze

Schöne Landschaften – malerische Orte – Tourismus, der Dich nicht erschlägt

Leider ist es oft so auf der Welt, dass dort, wo es schön ist, sich eine Tourismusindustrie etabliert hat, die kaum mehr einen Blick auf das „normale“ Leben an den schönen Orten zulässt.

Um zu verstehen, was ich meine reicht es, sich an einem typischen Touristenort an der Mittelmeerküste – egal ob in Frankreich oder in der Türkei – aufzuhalten.

Hier drängen sich in der Regel Buden an Buden, in denen Händler hektisch versuchen, Dir ihren Firlefanz anzudrehen, der nicht selten „made in China“ ist.

In der Bretagne habe ich das ganz anders erlebt.

Natürlich leben in dieser schönen Region auch Menschen vom Tourismus und dagegen ist auch nichts zu sagen.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass die typische, aufdringliche, Dich laut anschreiende Tourismusindustrie sich dort nicht etablieren konnte.

Selbst wenn Du einen Orr besuchst, der sehr populär ist, wie Locronan oder St. Malo, so bleibt immer noch der Eindruck, dass dort auch normale Menschen – und nicht nur zahlungskräftige Touristen – unterwegs sind.

In den Geschäften und Lokalen wird man in der Regel sehr freundlich und zuvorkommend bedient, ohne dass es einen auf die Nerven geht.

Viele Händler bieten wirklich regional erzeugte Produkte an, die teilweise sogar noch von einer besonderen Kreativität zeugen.

So ist es das, was ich an der Bretagne insgesamt besonders schätze genau das: Hier findest Du traumhafte Landschaften, malerische Orte und alles, was ein Reisender begehrt – aber es überrollt Dich nicht in lautem Gewummer und buntem, kurzlebigem Müll.


Carnac – Die Hauptstadt der Menhire

Die Stadt Carnac liegt im südlichen Teil der Bretagne, direkt an der Atlantikküste und verfügt über besondere Sehenswürdigkeiten. Viele Steingehege und Dolmen (Großsteingräber) liegen in der Nähe.

Die Megalithe von Carnac sind weltberühmt. Die ca 4km langen Steinreihen von Carnac sind um die 7000 Jahre alt und somit sehr bedeutend für die europäische Vorgeschichte.

Die perfektionistische Anordnung der Steine ist der größte Megalith-Komplex der Welt.

Allein die Orte Menec und Kermaio zählen rund 3000 Steine.

Für welchen Kult die Steine dienten bleibt im Dunkeln. Das Rätsel ist bis heute ungelöst.

Carnac strebt an, dass die Megalithe Weltkulturerbe werden. 

St. Michel von Carnac

Der Tumulus St. Michel ist mit 125 x 60m der größte, künstlich errichtete Erdhügel Frankreichs.

Er enthält Steinkisten und Dolmen, die früher zu besichtigen waren.

Durch Grabungen wurde die Hügelschüttung jedoch instabil, weshalb der Tunnel heute nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Auf dem Tumulus St. Michel steht die malerische Kapelle „St. Michel de Carnac“.

Dieser St.Michel ist zwar wesentlich kleiner, als sein Namensvetter in der Normandie, kommt aber sehr malerisch und völlig entspannt daher.


Locronan – malerische Stadt & Filmkulisse

Locronan ist ein Dorf im Département Finistère. Der Ort gehört zu den schönsten Orten der Bretagne.

Der Ortsname „Locronan“ leitet sich vom „Hlg. Ronan“ ab – ein in Locronan begrabener Mönch, der aus Irland stammte.

Der Heilige Ronan soll der Stadt das Weberhandwerk beigebracht haben.

Im Mittelalter war Locronan für seine hochwertigen Segeltücher bekannt, worauf auch der Wohlstand des Ortes beruht.

Der mittelalterliche Ort gilt als einer der schönsten Orte Frankreichs.

Aufgrund der malerischen Kulisse, die Locronan darstellt, diente sie schon mehrfach als Filmkulisse.


Quimper – die heimliche Hauptstadt der Bretagne

Quimper ist die Hauptstadt der historischen Landschaft Cornouaille.

Quimper bedeutet auf bretonisch „Zusammenfluss“, weil die Stadt an der Einmündung von Jet, Frout und Steiir in den Fluss Odet erbaut wurde.

Berümt wurde die Stadt durch ihre Porzellanmanufakturen. Hier werden seit vier Jahrhunderten Fayencen nach traditionellem Handwerk hergestellt.

Quimper besitzt eine malerische Altstadt, durch die man sich stundenlang treiben lassen kann und immer wieder Neues entdeckt.


Der Friedhof von Quimper

Der Friedhof von Quimper ist einer der fotogensten Friedhöfe, auf denen ich bisher war.

Es lohnt sich, hier einen ausgiebigen Spaziergang zu unternehmen und sich die teils skurilen Veränderungen anzusehen, die der Zahn der Zeit hier hinterlassen hat.


Douarnenez – liebenswerte Hafenstadt

Die Hafenstadt Douarnenez liegt im Westen der Region Cornouallie. 

Die Lage des Ortes ist besonders sturmgeschützt, was sich bereits die Römer zunutze machten, wenn sie nach Britannien übersetzen wollten.

Über die Jahrhunderte wurde der Ort zum bedeutenden Fischerort. Die Durchschnittliche Mannschaftsstärke der Fischer betrug drei Mann, die in Einmastbooten oft mehrere Tage auf See fischen waren.

Im 19. Jahrhundert erreichte der Ort großen Wohlstand, nachdem – dank der Konservendose – seine Fischspezialitäten in alle Welt geschickt werden konnten.

Etwa 40 Fischfabriken entstanden in dem Ort.

Traditionell waren zuvor Sardinen und Thunfisch verarbeitet worden.

Ab 1880 blieben die Sardinenschwärme aus.

Armut und Not brach über Douarnenez herein. Handarbeiten wie Klöppeln und das Herstellen von jodhaltigen Algenblöcken halfen aus der Not. Ca. 20 Jahre später kamen die Sardinenschwärme zurück. Neuere Technik und bessere Boote optimierten den Fischfang – der Ort erholte sich wirtschaftlich. Heute steht der Ort auf Platz 6 der wichtigsten Fischereihäfen Frankreichs und es werden dort diverse Fischarten befischt.

Badefreunde, Wanderer und Menschen, die für historische Gebäude zu begeistern sind, werden sich hier ebenso wohl fühlen, wie Menschen, die gerne durch interessante Gassen lebhafter Ortschaften streifen.


Lost Ship von Douarnenez

Dieser alte Kahn, der in der Nähe von Douarnenez zu finden ist, scheint die entscheidende Flut verpasst zu haben.

Ich war nicht so ganz böse darum, denn als lohnendes Fotomotiv kam er mir an dem regnerischen Tag gerade recht.


Brest – Bretagnes Metropole

Um es klar zu sagen: Brest muss man nicht unbedingt gesehen haben. Die größte Stadt der Bretagne ist der einzige Ort in der Bretagne, um den ich künftig einen Bogen machen werde. Es ist einfach keine einladende Stadt.

Sie rangiert auf Platz 2 der hässlichsten Städte, in denen ich bisher war, direkt nach Arecife auf Lanzarote.

Schnell rein, schnell durch und weiter…..


Sizun – Bemerkenswerte Kleinstadt

Die kleine Stadt Sizun habe ich zufällig entdeckt – auf dem (Flucht)weg von Brest nach Huelgoat.

Hier anzuhalten hat sich wahrlich gelohnt.

Sizun ist eine französische Gemeinde mit rund 2000 Einwohnern im Département Finistère in der Bretagne und ein sehenswerter Ort mit erstaunlichen Denkmälern – vor allem vor dem Hintergrund ihrer kleinen Größe.

  • Der Triumphbogen von dem anlässlich der 200-Jahr-Feier der Französischen Revolution im Jahr 1989 im Garten der Tuilerien in Paris eine Reproduktion in Originalgröße aufgestellt wurde.
  • Die Beinhaus-Kapelle (1585), deren Fassade mit Statuen der 12 Apostel geschmückt ist.
  • Die Kirche Saint-Suliau (16., 17. und 18. Jahrhundert) mit ihrem 56 Meter hohen Kirchturm.

Die Bucht von Lavendry

Die Bucht von Lavendry ist ein landschaftliches Kleinod, das sich sicher in keinem Reiseführer findet. Ich bin mehr durch Zufall, auf der Suche nach einem Schlafplatz, dorthin geraten.

Was ich dort gesehen habe, verschlug mir als Landschaftsfotograf schlicht den Atem: Alle Piratengeschichten von versteckten Schätzen in noch versteckteren Höhlen müssen hier entstanden sein….

Man muss diese Bucht mit ihrem kleinen Strand einfach erlebt haben.

Am schönsten erlebst Du sie bei Ebbe, wenn Du zwischen den unzähligen Felsen, die die Meeresströmung hinterlassen hat, umherstreifen kannst.


Die Rosa Küste

Die „Rosa Küste“ ist deswegen rosa, weil die Steine und Felsen, die hier vorkommen, einen hohen Hematitgehalt haben und deshalb rot / rötlich / orange scheinen.

Zentraler Ausgangspunkt für Besuche an der „Rosa Küste“ ist die Stadt  Ploumanac‘h.

Das ehem. Fischerdorf ist heute beliebtes Ausflugsziel. In der Hauptsaison starten von dort in ein Vogelschutzgebiet (Sept Îles) und Archipel.

Entlang der Rosa Küste finden sich zahlreiche Wander- und Spazierwege.

Eine Hauptattraktion sind die rund 300 Mio. Jahre alten Granitkollosse, die ins Meer ragen und „überall verstreut herumliegen“.

Der ca. 4 Km lange Zöllnerpfad, der früher Dieben und Schmugglern das Handwerk legen sollte, wird sehr gerne von Wanderern genutzt.

Die Rosa Küste gehört definitiv zu den Orten, die man bei einem Besuch in der Bretagne unbedingt gesehen haben muss.


St. Malo – Lebhafter Touristenmagnet

St. Malo ist eine Hafenstadt an der Côte d‘ Emeraude im Norden der Bretagne a m Fluss Rance.

In der Bucht von St. Malo gibt es einen der größten Gezeitenunterschiede Europas: Bis zu 12m liegen zwischen Niedrig- und Hochwasser.

Die vorgelagerten Inseln Grand Bé, Petit Bé und Fort National sind bei Niedrigwasser zu Fuß erreichbar.


Die alte Mühle Kerouat

Die Mühle Kerouat ist ein Dorf, das rund um eine Mühle aus dem 17. Jhd. angesiedelt ist.

In dem Freilichtmuseum wird das Treiben eines Mühlbetriebes erlebbar.

Die alten Gemäuer beherbergen Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Handwerken, die zum Betriebt eine Mühle notwendig waren.

In der Mühle von Keruat kann man Geschichte hautnah nachspüren – ob in der alten Gerberei, dem Kuhstall, oder am alten Küchentisch des ehemaligen Hausherren.

Die Mühle Kerouat liegt im Departement Finestre, nahe des Ortes „Commana“.


Der Wald von Huelgoat

Beim Teutates ! Jetzt weiß ich, woher die Begeisterung von Asterix und Obelix für ihre Heimat kommen.

Als Landschafts- und Naturfotograf (und -Liebhaber), bin ich schon durch viele Wälder gestreift, aber einen, wie den Wald von Huelgoat habe ich selten gesehen.

Der kleine Ort Huelgoat befindet sich im Inneren der Bretagne.

Er liegt an einem See, der sich mit lautem Rauschen unter einer Brücke hindurch bewegt.

Dahinter liegt die besondere Sehenswürdigkeit – der Wald von Huelgoat.

Wilde Felslandschaft schmückt sich mit einem verwunschenen Wald, durch den ein Wildbach fließt.

Der Eingang „Moulin du Chaos“ besteht aus beeindruckenden Felsen, an denen man sich vorbei zwängen muss.

Der Weg ist steil und mit besonderen Warnhinweisen versehen (glitschig, nass, Hinweise für ältere Menschen)

Der Weg der Verliebten führt an der Arthusgrotte vorbei. Der Imposant hohe Raum wird von einem Felsendach bedeckt. In der Nähe fließt ein kleiner Bach ins Tal und bildet dort eine Suhle. In dem Wald leben freilebende Ziegen, die man unter Umständen dort treffen kann.

Asterix und Obelix sollen in der Nähe gewohnt haben.

Besonders Freunde des dicken und des schlauen Galliers mit den Flügelhelmen werden hier die Abenteuer der beiden Gallier  nachempfinden können und mehr als einmal ein verschrockenes Wildschwein hinter Felsen erahnen können…

Man muss aber kein Fan von Asterix und Obelix sein, um diesen Wald zu lieben; es reicht schon, wenn man ein Fan von wilden, spannenden Waldlandschaften ist.


Der Mont St. Michel

Der Berg Saint-Michel liegt im Wattenmeer in der Normandie und ist eine imposante Abtei, die man bereits von der Bretagne aus sehen kann.

Er ist der letzte Ort meiner Bretagnetour, bevor es über die Champagne und Lothringen wieder zurück nach Hause geht.

Das Unesco-Weltkulturerbe hat nur rund 45 Einwohner, wird aber von Millionen von Menschen besucht.

Der Sakralbau entstand im 8. Jahrhundert .

1017 wurde das noch heute erhaltene Kloster erbaut.

Als Pilgerstätte strömten schon immer Scharen von Menschen hier her. Die Schreibstube war über Frankreich hinaus bekannt.

Die Mauern und das die Festung umgebende Watt machten eine Vereinnahmung der Abtei im hundertjährigen Krieg unmöglich.

Während der französischen Revolution diente das Gebäude als berüchtigtes Gefängnis.

Kaiser Napoleon III. ließ das Dorf erstmalig restaurieren und in den etwa heutigen Zustand versetzen.

Der Mont St. Michel ist der dritthäufigst besuchte Ort Frankreichs.

Das ist auch der Grund, warum ich Dir dringend empfehle, den Mont St. Michel möglichst außerhalb von Ferienzeiten, oder zumindest gegen Abend zu besuchen.

So schön die Anlage ist: Es herrscht dort ansonsten ein kaum erträgliches Gedränge in den malerischen Gassen.

Beeindruckende Naturschauspiele am Mont St. Michel sind der spektakuläre Sonnenuntergang und die in einer rasenden Geschwindigkeit hereinrauschende Flut.


Lost Places der Bretagne

In der Bretagne findet man viele „Lost Places“.

„Lost Places“ nennen so genannte „Urbexer“ (Fotografen, die Lost Places lieben) verlassene Gebäude.

Ich selbst komme ebenfalls nur sehr schwer an verlassenen Anwesen vorbei, ohne meine Kamera zu zücken und zu fotografieren.

In der Bretagne gelang mir kaum einmal, mehr als 50 Kilometer durchs Land zu fahren, ohne irgendwo einen reizvollen „Lost Place“ entdeckt zu haben – allerdings etwas seltener, als in Bordeaux (wo ich 2018 unterwegs war).

Die hier präsentierten „Lost Places“ sind ebenfalls zufällig in diesem Band angeordnet worden.

Das deckt sich mit dem Überraschungsmoment, in dem ich mich oft befinde, wenn ich auf  „Lost Places“ stoße.


Noch viel mehr Bretagnefotos findest Du in meiner Galerie

Ein ganzes Leben würde nicht ausreichen, um die vielen interessanten Eindrücke, die die Bretagne zu bieten hat, zu beschreiben. Vielleicht mache ich eines Tages einen Bildband daraus…

Da ich aber viel besser mit der Kamera umgehen kann, als mit Worten, habe ich meine schönsten Eindrücke zur Bretagne auf meiner Onlinegalerie hinterlassen…

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