Willkommen im Urwald

vermostes Geäst, europäischer (ur)wald

Da ist er. Dieser authentische Duft von Nadelholz und Farn. Von Moos, feuchter, kalter Erde und dem zarten Pilzspross. Ursprünglich. Rein. Ruhig. Jeder kennt die Wirkung vom Wald auf Mensch und Tier und jedes Kind lernt in der Grundschule, wie abhängig wir davon sind.

Wie überlebenswichtig die Wälder dieses Planeten für uns sind. Trotzdem verschwindet jede Minute etwas davon, was wir unsere Lunge nennen. Es ist wie ein Krieg ums Grün. Ein nie enden wollender Krieg um Konsum, Geld und Aktivismus. Wie unvorstellbar ist die Idee, dass dieser Wald von Bulldozern geräumt sein könnte?

Wie absurd, Kindern Bäume durch Bilder zu erklären, weil vor Ort keine mehr stehen. Böse Utopie? Oder bedrohliche Realität?

Oft frag ich mich, ob wir uns dem Schatz bewusst sind, der da vor unseren Haustüren Bedrohungen ausgesetzt ist. Wieviel Wert hat es, seine nackten Füße über den Waldboden zu bewegen und dabei seine Lungen mit frisch gefilterter Luft zu füllen?

Jeder Wald ist ein kleines Uhrwerk. Schnurrt nach dem immer gleichen Rhytmus der Jahreszeiten. Selbst der manupulierende Mensch ändert das nicht. Wer sind wir, dass wir meinen, überall eingreifen und räubern zu dürfen? Für den Wald sind wir eines: unwichtig.

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