Der Himmel und die Glut

Landschaftsfoto Sonnenuntergang

Wenn die Nacht den Abend ablöst, verwandelt sich der Himmel in eine brodelnde Glut. Also wolle der Abend die Nacht abwehren oder trotzend und zeternd noch eine Stunde mehr Spiel herausschlagen.

Dieses Feuer am Himmel brennt nie lange und verschwindet so plötzlich wie es kommt.

Im Wasser spiegelt sich die Unwirklichkeit in der Oberfläche. Wie bitte soll denn Wasser brennen? Doch es brennt – also wolle es den Abend unterstützen. „So bleib doch noch eine Weile. Setz dich zu mir. Lasst uns noch ein Lied in der Dämmerung singen und die Weingläser erklingen…“. Je weiter man aufs Wasser starrt umso mehr hat man das Gefühl, am Horizont verschmilzt die Welt.

Als sei dies Armageddon. Aber es ist nicht Armageddon sondern nur ein trotziger Abend, der einfach nicht schlafen möchte.

Vielleicht sollten wir ihm ein Nachtlied Summen?

Die Vorstellung dass just in diesem Moment die Sonne auf der anderen Seite der Erde wieder aufgeht, sorgt vielleicht für Frieden am Himmel. Wissen wir es?

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