Alles fließt

Wasserfall, schwarzweiss

Abgedroschener Spruch? Oder einfach nur Teil einer Wahrheit?

Fließt Wasser nicht, wird es jedenfalls schnell ziemlich eklige Modderbrühe oder stinkende Jauche. Fluss wird also gebraucht um zu leben.

Im Fließen fügt sich das Wasser viele Nettigkeiten und Unnnettigkeiten hinzu. Letztere könnte man ausblenden – weil Menschgemacht. Natürlicherweise nimmt fließendes Wasser Nährstoffe auf. Verbessert sich also, solange es fließt. Kann man das Prinzip auf uns übertragen? Werden wir besser, je mehr unser Alltag „im Fluss“ ist? Wir würden vielleicht nicht faulen, bliebe dieser stehen. Aber vielleicht verstauben? Auf allen Ebenen. Du nennst es vielleicht einrosten. Ist letztlich auch egal – gemeint ist das Gleiche. „Alles fließt“ ist eben doch nicht der abgedroschene Kalenderspruch aus dem Jahr Anno Dazumal. Fließt in uns nicht mehr, sind wir klinisch tot. Sorgen wir also besser dafür, dass um uns herum und in uns die Dinge fließen dürfen.

Sich änderndes Tempo ist gewollt. Dieser Bach rauscht auch nicht senkrecht der Unendlichkeit entgegen. Gebremst von Steinen, Geröll, Ästen, Wurzeln, Verengungen geht’s irgendwo gemäßigt weiter, damit um die nächste Ecke der Bach wieder Fahrt aufnehmen darf. Gemischt sich das Wasser mit neuen Bächen, verändert sich inhaltlich alles, was wir bis dahin kannten.

Für den Bach kein Drama. Einfach weiterfließen.

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