Fotoreise Lanzarote 2021

Landschaftsfoto Sonnenuntergang, Puerto del Carmen, Lanzarote

Im November 2021 war ich zum 2. Mal seit 2018 auf Lanzarote.

Ich nahm mir eine Woche lang Zeit, um die schönsten Orte der Insel noch einmal anzusteuern und fotografisch festzuhalten.

Auf meiner Liste standen die üblichen Hotspots der Insel, wie die Klippen von Los Hervideros, der Mirador del Rio (mit Blick auf die Insel „La Graciosa“), die Timanfaya und noch 2-3 andere Ziele, die ich fotografisch erschließen wollte.

Leider kannst Du planen, was Du willst – manchmal kommt einfach die Realität dazwischen und ich hatte eine entscheidende Sache nicht im Blick: Die Verfügbarkeit von Leihwagen.

Als ich 2018 für 10 Tage auf der Insel war, ging ich einfach zum Flughafen und mietete mir für ein paar Tage einen Kleinwagen für kleines Geld, um die kleine Insel zu bereisen.

Anders ist es auf Lanzarote schwierig, zu den Hotspots zu kommen da die Busverbindungen dich nur begrenzt an die Orte bringen, an die du willst und das auch noch z.T. in einer sehr ungünstigen Frequenz. Eine Bahnlinie gibt es auf der Vulkaninsel ebenfalls nicht und so ist es üblich, sich auf Lanzarote mit einem Leihwagen zu bewegen, wenn man nicht an seinem Ort festhängen möchte (wie es z.B. Touristen an der Küste machen).

Da viele Autoverleiher während der Coronaflaute ihre Flotten reduziert hatten – schlicht, indem sie die Autos verkauften, herrscht zur Zeit auf Lanzarote ein extremer Leihwagenmangel und wenn man nicht Monate zuvor ein Auto gebucht hat, ist es schwer bis unmöglich kurzfristig eines zu bekommen.

Also stand ich nun auf der Insel ohne die Beweglichkeit eines Leihwagens oder meines üblichen Vans und musste das Beste daraus machen. Die meisten der Ziele auf meiner Liste konnte ich jedenfalls abhaken.

So besuchte ich die Orte, zu denen ich mit öffentlichem Bus oder per E-Bike gelangen konnte. Der E-Bike-Verleih funktioniert noch auf Lanzarote (allerdings nimmt dort niemand ein Rad im Bus mit, weshalb man seine Touren gut planen muss).

Der Hausberg an der Costa Teguise

Dieses Mal habe ich mich an der Costa Teguise, also quasi im Windsurferparadies der Insel in einem typischen Ferienhotel eingebucht.

Bereits der Sonnenuntergang aus dem Hotelzimmer ist spektakulär und er hat mich viele Abende erfreut.

Mein Hotel lag direkt am Fuß eines Gebirges in der typisch kargen Lanzarote-Landschaft und so machte ich mich frühmorgens auf den Weg auf den Berg, um den Sonnenaufgang, der logischerweise auf der anderen Seite des Sonnenuntergangs zu sehen sein musste, zu erleben.

Und ich sah ihn auch, mit Blick auf den noch verschlafenen Atlantik.

Sonnenaufgang Lanzarote

Teguise – die alte Hauptstadt

Von der Costa Teguise aus verkehrt vier mal am Tag ein Bus in die alte Hauptstadt Teguise, die ich als nette Stadt mit alten Häusen, einem Marktplatz und netten Läden und Lokalen in Erinnerung hatte.

Also setzte ich mich in einen Linienbus, fuhr nach Teguise und machte mich daran, hier einzufangen, was mir vor die Linse kam.

Teguise ist einfach eine nette Kleinstadt, die schöne Motive bereit hält, die sich mitzunehmen lohnen.

Der Rückweg mit dem Bus ging aus praktischen Gründen über die Hauptstadt Arecife, in der mich auch dieses Mal nichts, aber gar nichts motivierte, zu fotografieren. Ich bleibe dabei, dass Arecife die hässlichste Stadt ist, in der ich bisher war.

Puerto del Carmen

Puerto del Carmen ist eine – für lanzarotische Verhältnisse – große Hafenstadt.

Da es von der Costa Teguise aus eine gute Busverbindung dorthin gibt, fuhr ich also mit dem Bus nach Puerto des Carmen.

Auch in dieser belebten Stadt kann man das eine oder andere „Straßenfoto-Schätzchen“ mitnehmen.

So richtig gelohnt hat es sich aber, dass ich zwei Busse ausgelassen und den Sonnenuntergang nochmal richtig mitgenommen habe.

Wenn auch Puerto del Carmen nicht eben die Blaupause für eine urtümliche Hafenstadt ist, so ist die Kulisse mit Blick auf Fuerteventura (links, nicht im Bild) doch lohenswert.

Den Sonnenuntergang habe ich dann mit „großem Besteck“ mit speziellen Grauverlaufsfiltern ausführlich fotografiert.

Alleine dafür hat sich die Busfahrt gelohnt (und für den leckeren Tapas-Teller am Hafen).

Caleta de Famara – das Surferparadies

Der Strand und die Dünen von Famara sind legendär und vor allem bei Surfern sehr beliebt.

Wenn man – wie ich – nicht surfen kann, lohnt es sich aber in jedem Fall den langen Strand und die Sanddünen zu durchlaufen und die Augen nach Fotomotiven offen zu halten.

Auch der Ort „Famara“ selbst hat sich eine gewisse Ursprünglichkeit bewahrt und ist nett anzuschauen.

Von der Costa Teguise aus gibt es eine direkte Busverbindung nach Famara, die ich genutzt habe.

Costa Teguise

Die Costa Teguise ist ein typischer Landstrich in Küstengebieten, der zugepflastert ist mit Hotels und Ferienanlagen und ihren schrillbunten Läden, also so ziemlich das Gegenteil dessen, was ich auf meinen Reisen normalerweise ansteuere. Aus verschiedenen praktischen Überlegungen heraus habe ich es dieses Mal aber so gewählt.

Aber selbst in einer solchen Umgebung finden sich reizvolle Motive, insbesondere im Bereich der „Straßenfotografie“, für die ich ja auch einen Faible habe.

Orzola – die Nordspitze von Lanzarote

Eigentlich wollte ich nach Haria, einer der größeren Städte der Insel. Da ich aber an der Umsteigestation wenige Minuten zu spät ankam und zwei Stunden auf den nächsten Bus hätte warten müssen, stieg ich spontan in den Bus nach Orzola ein.

Falls die Stadt nichts wäre, könnte ich von dort aus mit der Fähre auf die Insel La Graciosa fahren, dachte ich mir.

Das war aber nicht nötig, denn sowohl die Stadt Orzola, wie auch ihre wunderschöne Küste luden mich zum ausführlichen Mäandern und Fotografieren ein.

Ganz abgesehen davon habe ich in einem Restaurant am Hafen in Orzola den besten gegrillten Tintenfisch meines Lebens gegessen und außerdem noch drei schnurrende Freunde gefunden.

Mach´ das Beste draus…

Auch wenn meine ursprünglichen Pläne für meine Lanzarotefotos von de Realität durchkreuzt wurden, so konnte ich doch in dieser Woche einige Impressionen mitnehmen.

Außerdem darf ich ja wieder kommen, was ich gern auch mal mache :-).

Einige meiner Fotos von Lanzarote kannst Du auch als Wandbild kaufen.

Zur Galerie gelangst Du mit einem Klick aufs Bild von dem weißen Busch in der Vulkanlandschaft …

Das ist übrigens auf meiner E-Bike-Tour zur Wasserhöhle Jameos del Agua entstanden, die von der Costa Teguise aus gut mit dem Rad zu erreichen sind (wenn man Touren um 60 km fahren kann).

Das Foto-Equipment

Auf dieser Reise hatte ich nur meine APS-C Ausrüstung dabei, die Vollformatkamera musste mal zuhause bleiben.

In meinem Fotorucksack hatte ich neben meiner APS-C Kamera dabei: Mein 16-55er, mein 75-300er und mein beliebtes Straßen-Objektiv 12/2.0. Besonders um das Tele ruhig zu halten, habe ich es häufig auf ein Einbeinstativ gestellt, das aufgrund seines geringen Gewichts nie im Rucksack stört.

Natürlich kamen auch immer wieder meine rechteckigen Grauverlaufsfilter zum Einsatz, bei Sonnenuntergängen besonders der Reverse-Filter.

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