Kristallpalast im Wunderland

Eismuster

Ein eiskalter Wind haucht über die Eisfläche hinweg, klirrend kalt bringt er das tobend-spielende Wasser zum stehen. Die Strahlen der Sonne reichen nicht aus, das Wasser wiederzubeleben. Erstarrt kann man nur noch das Knacken und Knuspern unter der Oberfläche hören.

Die Spannung im Eis hinterlässt eine eigene Melodie. Abertausende Kristalle beginnen, ihre kleinen Ärmchen an ihren Nebenmann zu hängen. Sie malen ein Mandala auf ihre Art. Während hier kürzlich noch kleine Wasserwirbel Reigen tanzten, sind die gefrorenen Artisten starr.

Nach und nach friert auch die Umgebung ein. Eisschichten legen sich wie ein schützender Mantel auf Äste, Zweige und Moos.

Was sich unter dem Eis verbirgt, wird zur Spekulation. die große Unbekannte, aber auch zeitgleich die große Gefahr.

Die zauberhafte Schönheit der zu einem EIspalast werdenden Welt, die mitschwingende Melancholie über die tödliche Kälte für so manchen Erdbewohner, die auf der anderen Seite schützende Seite des Mantels aus Eis.

Ein Wintermärchen aus schneebedeckten Hügeln und zugefrorenen Flüssen, auf denen Kinder Schlittschuh laufen. Tobende Menschen, die auf Schlitten die Berge hinab sausen und Menschen, die Weihnachten einen Tannenbaum mit Eiszapfen durch den Schnee nach Hause ziehen.

Im Winterwunderland schmeckt heiße Schokolade doppelt so gut, wenn man rodeln war. Wenn die Füße nass und kalt sind. Wenn Das Sahnehäubchen langsam zu Schaum auf dem Kakao zerfällt und die Schokoladenraspeln sich er heißen Brühe fügen.

Durch die Winterlandschaft stapfend kann man den Winter nicht nur sehen sondern auch hören. Deine Schritte klingen anders in einer Welt, die sich im Winterschlaf befindet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden