Das grüne Herz der Großstadt

Baumgehänge

Frankfurt. Eine Stadt voller Widersprüche. Eine Stadt mit unglaublich traurigen, menschenverachtenden Seiten. Eine Stadt voller Reichtum. Eine Stadt mit Großstadtskyline. Eine Stadt mit hektischem Straßenverkehr, verwirrenden Einbahnstraßen. Shoppingmeile. Luxustempeln. Billigläden. Dönerduft. Äppelwoi und Straßenmusik. Banker hetzen in stramm gebügelten Anzügen mit Aktenkoffer durch die Stadt. Straßenbahnen klingeln und bimmeln. Junkies schnorren im Bahnhofsviertel.

Dazwischen, in all den Widersprüchen der Weltstadt Frankfurt, findet man grüne Flecken. Viele grüne Flecken. Wundervolle Parkanlagen, die schon fast an einen Stadtwald erinnern. Oasen, in denen man die Hektik der Großstadt vergessen darf. Orte zum durchatmen. Die grüne Hölle, der Filter und Kanal all der negativen Eindrücke, die an aus einer solchen Stadt sonst mit nach Hause nehmen würde. Die grüne Seite Frankfurts ist so viel mehr als ein Park. Es ist ein notwendiger Ausgleich zwischen den Towern, dem Straßenlärm, einer Stadt die niemals schläft.

Jedes Lebewesen braucht diese Orte. Stadtmenschen wie Stadttiere. Die grüne Idylle ist genauso Widerspruch wie die Banker im Bahnhofsviertel.

Der Kampf um jeden teuren Quadratzentimeter Bauland macht die Parks noch viel kostbarer. Möge der Kapitalismus hier niemals gewinnen, in einer Stadt, in der das Geld die Welt regiert.

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