Brösel der Geschichte

Tief im Nebel versunken schläft eine Burg ihren seit Jahrhunderten währenden Dornröschenschlaf. Mit jedem Jahr schwindet mehr und mehr dieses historischen Bauwerks. Der Putz bröckelt, die dicken Steinmauern zerfallen in ihre Bestandteile. Wind und Wetter ausgesetzt spült der Regen jedes Mal ein bisschen mehr Geschichte fort. Der Nebel scheint die Burganlage verstecken zu wollen. Unwirklich schemenhaft verschwinden die Details hinter der dicken Suppe aus Wassertropfen.

Die Vorstellung, dass hier vor einigen Jahrhunderten das blühende Leben stattfand, klingt fast wie Utopie. Wie viele Menschen hier wohl gelebt und bearbeitet haben? Von außen ist wenig von dem einst blühenden Leben erkennbar. Kein Raum, kein Turm, Kein Ziegelstein. Wann von der Ruine wohl nur noch Sand übrig ist?

Die umliegende Umgebung hat wenig von dem Dornröschenschlaf der Ruine. Gepflegt und bewirtschaftet sind die Felder in der Jetzt-Zeit angekommen. Keine Rosenhecken und kein Gestrüpp. Auch keine Ritter auf dem Weg zur holden Maid. Traktorenspuren deuten auf anstehende Ernte hin. Was der Ritter dieser Burg wohl über technische Errungenschaften wie Traktoren gedacht hätte?

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