Abenteuerspielplatz

Lostplaces sind wahnsinnig spannende Orte. Meistens hat man nur eine grobe Idee, was man dort findet, wozu dies oder jenes mal da war, tieferer Sinn und Funktion sind im zerlegten Zustand gelegentlich fraglich.

Die Mischung aus Vandalismus, Streetart, freiwillig zerstörter Utensilien und der zeitgemäße Zerfall machen die ideale Würze aus, diese Orte besonders ins Herz zu schließen.

Achtsamen Schrittes durch ein verlassenes Gelände zu stiefeln. Immer auf der Hut, sich gerade nicht die Sneakers mit einem rostigen Nagel oder einem Stück Glas zu lochen.

Slalom-Lauf zwischen Müll und zerlegten Dingen, Wildwuchs und Glasscherben.

Gespenstische Stille, nur die eigenen Schritte sind wahrnehmbar, an einem Ort, in dem früher lautes, reges, produktives Treiben war.

Als hätte man der Geschichte den Stecker gezogen

Unverständlich, wie ein solches Gelände so zerfallen kann, in Zeiten, in denen Grundstücke und Wohnraum so rar sind. Schnell den Gedanken wieder wegschieben.

Lieber auf das Wesentliche konzentrieren.

Wobei? Zurück-denk… wie geil wäre hier ein Konzert? Oder eine Vernissage? Oder einfach ein Basar für Steh-rum-sels, Omas alte Sammeltassen, Vintage-Taschen und staubigen Büchern? dazu Puderzucker-Waffeln und dampfender Kaffee. Die Idee fühl ich grad‘ so sehr.

Oder ein Krimiabend? Welcher Ort könnte wohl geeigneter sein, als dieser hier? Hier wächst doch der Stoff, aus dem Kriminalfälle gebaut werden.

Wiederbelebungsversuche für diesen Ort: zwecklos?

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