Domino

Die bereits gekippten Grabsteine lehnen lässig an ihrem Vorder- oder Nebenmann. Fast so, als wollten sie keck zu etwas auffordern. Millimeterweise scheint hier Bewegung im Boden zu sein. … WeiterlesenDomino

Rapunzelbaum

Nachdenklich wiegen sich die vielen Äste im seichten Wind, als wollten sie den Schmerz der Welt betrauern. Vielleicht nennt man sie deswegen Trauerweide. Kleine, trockene Blätter lösen sich und lassen sich davon tragen, wie Tränen. Dramatisch rauscht das Blattwerk, bis es wieder, Ermangelung eines Luftstoßes, zum Stillstand kommt. … WeiterlesenRapunzelbaum

Großstadtdschungel

Die grüne Seite der Großstadt gibt einem das geborgene Gefühl von Waldbaden. Flanieren im Alltagstrubel. Abschalten. Ausschalten. Die Hektik in Anzug und Krawatte vergessen. Die Seele der Natur in sich spüren. Das Dauerrauschen der Straßenbahnen und Autos, das Dauerklingeln in den Ohren verklingen lassen. … WeiterlesenGroßstadtdschungel

Zauberpfade

Die Magie liegt in den vielen kleinen Details. Pflanzen, die auf dem Mauerwerk wachsen. Unverfugte Mauern, in denen sich in der Sonne gelegentlich kleine Eidechsen und Insekten tummeln. Wurzeln, die sich ihren Weg zwischen den Bruchsteinen suchen, wie ein feines Labyrinth … WeiterlesenZauberpfade

Das Universum in einem Samenkorn

Der feuchten, saftigen Erde präsentiert sie alles, was sie von Haus aus mitbekommen hat. In der Winzigkeit ihres Daseins breitet sie ihr Erbgut aus, wurzelt tief und weit. Erschafft den Zweig, die gezackten Blätter. Ihren klebrig-weißen, bitteren Saft. verschiebt dabei Asphalt und wenn nötig ist, auch Stein um am Ende ihren fröhlich-gelben Kopf der Sonne entgegen zu strecken mit der frechen Ansage: Da bin ich, und du wirst mich nimmer los. Ätsch! … WeiterlesenDas Universum in einem Samenkorn

Werden und vergehen

In Ekstase tanzen sie sich in Trance, singen, schreien, flehen, lachen, bitten. Unsichtbare Energien sprechen durch sie und die sprechen mit ihnen. Zaunreiterinnen nennt man sie. Sie sind auf der unsichtbaren Grenze zwischen dem jetzt und dem Tod. Verbündete im Leben und Verbündete im Vergehen. Hüterinnen der Legenden,der Geschichten. Beschützend legen sie ihre Hand über die Welten, die sie verbinden. Unterschiede zwischen Mensch, Tier und Natur machen sie nicht. Alles Leben ist vergänglich. Sie sehen im Tod nicht die Dramatik. Für sie ist es nur der Wechsel der Welt. Das vergängliche Leben transformiert ins Reich der Götter. … WeiterlesenWerden und vergehen