Täglicher Archiv: Wald

Grün grün grün sind alle meine Kleider

Grün macht ja so oder so gute Laune – ob an einem Bau wie diesem, oder inmitten von Wald. Drumherum wächst und gedeiht es ungehindert von Rasenmähern und Heckenscheren. Beides ist schon lange nicht mehr da gewesen. Die Natur freut es sich hier ungestört Ausbreiten zu können. Grün macht ja so oder so gute Laune – ob an einem Bau wie diesem, oder inmitten von Wald. Drumherum wächst und gedeiht es ungehindert von Rasenmähern und Heckenscheren. Beides ist schon lange nicht mehr da gewesen. Die Natur freut es sich hier ungestört Ausbreiten zu können.

Rapunzelbaum

Nachdenklich wiegen sich die vielen Äste im seichten Wind, als wollten sie den Schmerz der Welt betrauern. Vielleicht nennt man sie deswegen Trauerweide. Kleine, trockene Blätter lösen sich und lassen sich davon tragen, wie Tränen. Dramatisch rauscht das Blattwerk, bis es wieder, Ermangelung eines Luftstoßes, zum Stillstand kommt.

Großstadtdschungel

Die grüne Seite der Großstadt gibt einem das geborgene Gefühl von Waldbaden. Flanieren im Alltagstrubel. Abschalten. Ausschalten. Die Hektik in Anzug und Krawatte vergessen. Die Seele der Natur in sich spüren. Das Dauerrauschen der Straßenbahnen und Autos, das Dauerklingeln in den Ohren verklingen lassen.

Zauberpfade

Die Magie liegt in den vielen kleinen Details. Pflanzen, die auf dem Mauerwerk wachsen. Unverfugte Mauern, in denen sich in der Sonne gelegentlich kleine Eidechsen und Insekten tummeln. Wurzeln, die sich ihren Weg zwischen den Bruchsteinen suchen, wie ein feines Labyrinth

Brösel der Geschichte

Tief im Nebel versunken schläft eine Burg ihren seit Jahrhunderten währenden Dornröschenschlaf. Mit jedem Jahr schwindet mehr und mehr dieses historischen Bauwerks. Der Putz bröckelt, die dicken Steinmauern zerfallen in ihre Bestandteile.

Werden und vergehen

verblühte Blüte

In Ekstase tanzen sie sich in Trance, singen, schreien, flehen, lachen, bitten. Unsichtbare Energien sprechen durch sie und die sprechen mit ihnen. Zaunreiterinnen nennt man sie. Sie sind auf der unsichtbaren Grenze zwischen dem jetzt und dem Tod. Verbündete im Leben und Verbündete im Vergehen. Hüterinnen der Legenden,der Geschichten. Beschützend legen sie ihre Hand über die Welten, die sie verbinden. Unterschiede zwischen Mensch, Tier und Natur machen sie nicht. Alles Leben ist vergänglich. Sie sehen im Tod nicht die Dramatik. Für sie ist es nur der Wechsel der Welt. Das vergängliche Leben transformiert ins Reich der Götter.

Das grüne Herz der Großstadt

Baumgehänge

Die grüne Seite Frankfurts ist so viel mehr als ein Park. Es ist ein notwendiger Ausgleich zwischen den Towern, dem Straßenlärm, einer Stadt die niemals schläft.

Zombieholz. Tot und lebendig

Baumstamm mit Moos und Blättern

Langsam stetig rottet dieser Stamm vor sich hin. Totes ungenutztes Holz ist kostbarer Nährstoff. Das weiche, feingliedriges Moos bewuchert kleine Spalten und Ritzen im Holz. Es sprengt die Fasern und Strukturen auf, machte dadurch Platz für neues, was dort siedeln möchte.

Flüssiges Gold

Baumharz an Kirschbaum

Der schwere Duft, eine Mischung aus herben Terpenen, saftigem Holz, Tabak und hauchzarter Süße beflügelt die Sinne, rückt man mit der Nase nah genug an den Ast. Beschreibe den Duft eines torfigen Waldes in nebligen November mit einer Pfeife in der Hand und einem Stück Zartbitter im Mund. Du bist nah dran an dem, wie frisches Baumharz riecht.

Taggespenster

Blattgesicht

Wo Du hinschaust, kleine Gespenster. Dein Hirn spielt dir einen Streich, erkennt in vertrauten Strukturen Dinge – wie eben Gesichter. Diese kleinen Taggespenster hängen überall. An dem Baum vor deinem Haus, im Strauch auf Omas Balkon, in dem Blatt was sich im Spinnennetz auf dem Dachboden verfangen hat. Auf Baumrinden, Ästen, löchrigem Käse und den Mottenklamotten aus Tante Elises Katakomben.